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Fat Tuesday - Geschichte



Die Veranstaltungsreihe Fat Tuesday wurde im Frühjahr 2005 von den Musikern Siegmar Brecher und Valentin Czihak gegründet und entstand aus dem Bedürfnis, dem großen Potential in Graz lebender junger JazzmusikerInnen eine Plattform und vor allem auch eine Bühne zu bieten. Diese Plattform sollte MusikerInnen, KomponistInnen und BandleaderInnen dazu ermutigen, Eigenkompositionen und eigene Projekte zu forcieren.

Mit der Ebene 3 des Grazer Schauspielhauses wurde rasch ein geeigneter Veranstaltungsort gefunden, der nach zwei erfolgreichen Pilotkonzerten (Mai und Juni 2005) in der darauf folgenden Saison 2005/06 für die Organisation monatlicher Konzerte genutzt wurde. Finanziert wurden diese Konzerte im ersten Jahr vor allem durch die Unterstützung der Österreichischen Hochschülerschaft der Kunstuniversität Graz, deren StudentInnen und AbsolventInnen auch die hauptsächlichen Akteure waren. Die lukrierten Gelder flossen dabei ausschließlich in die Musikergagen, Spesen sowie Werbung und Raummiete.

Wegen des großen Erfolges der ersten Saison wurde im Sommer 2006 der Verein Fat Tuesday gegründet und die Fortsetzung der Reihe mit der Intendanz des Schauspielhauses fixiert. Zusätzlich wurden die Tätigkeiten des Vereins durch die Gründung der Jazzwerkstatt Graz (2007) enorm ausgeweitet. Mittlerweile wird die Reihe Fat Tuesday, die am Ende der vierten Saison 08/09 bereits 47 Konzerte veranstaltet hat, auch durch das Land Steiermark, die Stadt Graz, den SKE-Fonds und Raiffeisen gefördert.

Zu Beginn der fünften Saison 09/10 übersiedelten die Fat Tuesdays ins Orpheum Extra, wo die Grazer Spielstätten fortan als Kooperationspartner fungieren werden. Aus den traditionellen Dienstagen wurden hier aus raumbelegungstechnischen Gründen Donnerstage; dennoch wurde der Name Fat Tuesday beibehalten, um die bereits etablierte Marke nicht zu verlieren.

Obwohl mit der Übersiedelung durch den Wegfall infrastruktureller Kosten ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung getan wurde, soll an dieser Stelle allerdings auch  nicht die Tatsache verschwiegen werden, dass trotz der bisherigen Erfolge nach wie vor viele Bereiche unserer Arbeit nicht finanziert sind (hier geht es vor allem um die Organisation) und die Veranstaltungen des Vereins Fat Tuesday ohne das große persönliche Engagement des Fat Tuesday - Teams bzw. die Unterstützung der bisherigen Förderer nicht möglich wäre. Wir sind daher weiterhin darum bemüht, Förderer bzw. Sponsoren zu finden, die bereit sind, uns bei der Umsetzung und Verbesserung unserer Pläne zu unterstützen.


ZUKUNFT


Unsere mittel- bis langfristigen Ziele sehen wir vor allem in der Etablierung eines jungen, interessierten Publikums, das auch jung bleiben soll; das Organisationsteam wird daher immer wieder ergänzt und erneuert werden, um den direkten Kontakt zur jeweils folgenden Generation nicht zu verlieren. 

Musikalisch sehen wir unsere Ziele weiterhin vor allem in der Unterstützung und Vernetzung einer eigenständigen, zeitgenössischen und stilistisch möglichst vielfältig orientierten Szene, an deren Gestaltung wir auch mit Hilfe unseres zweiten Standbeines, der Jazzwerkstatt Graz partizipieren.